20 Jahre Wiedervereinigung

Am 3. Oktober jährt sich zum zwanzigsten Mal die Wiedervereinigung Deutschlands, die von einer demokratischen Volksbewegung erkämpft, aber unter kapitalistischen Vorzeichen vollzogen wurde. Bis heute ist in beiden Teilen Deutschlands umstritten, ob das ein Grund zum Feiern ist oder eher nicht. Aus Umfragen geht hervor, dass die große Mehrheit der Menschen die Wiedervereinigung positiv beurteilt. Gleichzeitig müssen die oft negativen Erfahrungen mit der Einverleibung der DDR in dem Machtbereich der westdeutschen Monopole verarbeitet werden. Dazu heißt es im Parteiprogramm der MLPD: „Da die Wiedervereinigung nicht unter sozialistischem Vorzeichen stattfand, wurde es möglich, die DDR der wirtschaftlichen und politischen Macht des westdeutschen Monopolkapitals einzuverleiben. Die Monopole und ihre Regierung betreiben systematisch die Spaltung des deutschen Volkes in Ost und West, um den aktiven Widerstand der Massen gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf ihren Rücken zu untergraben. Nur die Arbeiterklasse und ihr gemeinsamer Kampf gegen die Monopole und ihre Regierung kann die Wunden der langjährigen Teilung Deutschlands heilen, die Einheit des deutschen Volkes in Ost und West festigen und seine fortschrittlichen Errungenschaften wahren.“
Die „Rote Fahne“ führte anlässlich des bevorstehenden Jahrestags ein Interview mit Monika Kuske aus Magdeburg, Spitzenkandidatin der MLPD/Offene Liste für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Frühjahr 2011.