Kämpfen wie in Frankreich!

Machtprobe zwischen der Massenbewegung gegen die Rentenpläne und Sarkozys Regierung sowie zwischen der europäischen Arbeiter- und Volksbewegung und Europas Regierungen

3,5 Millionen Menschen beteiligten sich am 12. Oktober nach Gewerkschaftsangaben am landesweiten Streik- und Aktionstag gegen das geplante Rentengesetz der Sarkozy-Regierung. So viele wie seit 15 Jahren nicht mehr bei einem solchen Aktionstag. Doch in den letzten Tagen entwickelt sich etwas Neues. Während sich die kämpferischen Massenaktivitäten in Frankreich meist stark auf einzelne Streik- und Aktionstage konzentrieren, steigern sie sich seit dem 12. Oktober Tag für Tag. Allein am 19. Oktober fanden landesweit 277 Demonstrationen statt. Fortgesetzt streikt seitdem ein Teil der Beschäftigten bei der Bahn und der Vorortzüge, bestreikt werden inzwischen alle zwölf Raffinerien in Frankreich. Protestierten am Anfang vor allem die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes, stellen sich nun mehr und mehr die Industriearbeiter an die Spitze. Mit vorne dran sind die Jugendlichen, nicht nur Schüler und Studenten, sondern auch arbeitende und arbeitslose Jugendliche aus den Banlieues, den verarmten Vorstädten. Sie alle haben die von Präsident Nikolas Sarkozy gesuchte Machtprobe um die Rentenreform angenommen.