„Castor-Alarm!“ – Der Widerstand macht mobil


Bundesweit wird zum Widerstand gegen die Castortransporte mobilisiert. Rund 20.000 beteiligten sich bereits beim ersten Aktionstag am 23. Oktober. Zehntausende werden auch zur geplanten Großdemonstration am 6. November in Dannenberg erwartet. Der Versuch, die Beschlüsse zur Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke möglichst schnell durch die parlamentarischen Gremien zu bringen, um „Fakten“ zu schaffen, hat den Unmut und Widerstand gegen die Atompolitik der Regierung keineswegs abflauen lassen – im Gegenteil. Das Vorhaben der Regierung, trotz aller Sicherheitsbedenken jetzt wieder Castortransporte mit hochradioaktivem Material durch das Land rollen zu lassen, wirkt da wie eine Provokation. Bei einer Emnid-Umfrage im Oktober erklärten über 80 Prozent ihr Verständnis für die Proteste gegen die Castortransporte. 65 Prozent der Befragten lehnten ein Atommülllager im niedersächsischen Gorleben generell ab. Immer mehr Menschen können sich vorstellen, gegen diese Politik auf die Straße zu gehen bzw. entscheiden sich tatsächlich zu diesem Schritt.