Ein gar wundersames „Jobwunder“


Es scheint Grund zum Aufatmen zu geben: Arbeitsministerin Ursula von der Leyen verkündet strahlend, dass es weniger Arbeitslose gebe als vor 18 Jahren und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) weiß: „Wir befinden uns auf der Schnellstraße zur Vollbeschäftigung.“ Aber irgendwie passt der Jubel nicht so richtig zu den Alltagserfahrungen der meisten Menschen – was ist da faul?
Im Vergleich zum Vorjahr ist im Oktober die Zahl der offiziell arbeitslos Gemeldeten um 283.000 auf 2.945.000 gesunken. 40,9 Millionen Menschen sind als erwerbstätig erfasst, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg auf knapp 28 Millionen.