Ein wahres Kind des Ruhrgebiets

Erinnerung an den Schriftsteller und Bergmann Max von der Grün

Mit dem zu Ende gehenden Jahr 2010 neigt sich auch der Zeitraum, in dem das Ruhrgebiet als Kulturhauptstadt Europas glänzen durfte, dem Ende zu. Bedauerlicherweise verstanden es die Veranstalter nur zu gut, all das, wofür der „Pütt“ steht, sprich: Die Malocher, die Montanindustrie, die Kumpel und den Steinkohlebergbau in den Hintergrund zu rücken. Stattdessen wurde versucht, den Gästen aus aller Welt den gescheiterten Strukturwandel als Erfolg zu verkaufen. So kamen Künstler und Schriftsteller, die die Arbeitswelt im Ruhrgebiet darstellten, im Rahmen der Festwochen kaum oder gar nicht vor. Dazu zählt auch ein Mann, der das Revier in der deutschen Literaturlandschaft verewigt hat wie kaum ein zweiter. Die Rede ist von dem Autor und Bergmann Max von der Grün, der über die Hälfte seines Lebens in Dortmund lebte und wirkte.