8. März 2011 – 100. Internationaler Frauentag


Vor 100 Jahren feierten und demonstrierten erstmals Millionen Frauen anlässlich des internationalen Frauentags. Er ging zurück auf einen Vorschlag von Clara Zetkin, der großen Sozialistin, Revolutionärin und Vorkämpferin der Befreiung der Frau. Es war ein wegweisender Beschluss, als der 2. Internationale Sozialistinnenkongress 1910 dazu aufrief, neben dem Kampftag der Arbeiterklasse, dem 1. Mai, jedes Jahr auch einen Kampftag für die Befreiung der Frau durchzuführen. Diese Idee wurde zunächst verspottet, abgetan und unterdrückt – doch allem Gegenwind zum Trotz erlebte sie einen Siegeszug rund um die Welt.
Die MLPD ist stolz auf die sozialistischen Wurzeln dieses internationalen Frauentags. Kaum jemand in Deutschland wagt diesen Tag heute mehr offen anzugreifen. Von Regierungen, Reformisten und kleinbürgerlichen Feministinnen wird er allerdings gerne weich gespült und auf einzelne Fragen der „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ reduziert. Obwohl sich die konkreten Hauptforderungen im Lauf der Geschichte verändert haben, so war der internationale Frauentag doch immer ein Tag, bei dem es auch ums Ganze geht – für die Befreiung der Frau in einer von Ausbeutung und Unterdrückung befreiten Gesellschaft.