„Ich möchte die Probleme von allein erziehenden Frauen in die Weltfrauenkonferenz einbringen“

Interview mit Astrid Etzrodt, Opel-Arbeiterin und Delegierte für die Weltfrauenkonferenz

Warum ist dir die Weltfrauenkonferenz so wichtig?
Ich bin am 3. Oktober 2010 auf dem 9. Frauenpolitischen Ratschlag in Düsseldorf als Delegierte für Deutschland gewählt worden, um auf der Weltfrauenkonferenz am 4. März 2011 in Venezuela die arbeitenden Frauen zu vertreten. Mein Ziel ist es, durch meinen  Beitrag auf der Generalversammlung, als Delegierte, durch meine praktische Arbeit mitzuhelfen, die Lage der Frauen in der Welt zu verbessern.

Warum wirst du als Opel-Arbeiterin für die Weltfrauenkonferenz aktiv?
Aus verschiedenen Gründen: Aus meinen Erfahrungen als alleinerziehende Mutter in einem industriellen Großbetrieb. Ich gehe wegen meines Kindes nur auf Nachtschicht, um meine Tochter tagsüber individuell betreuen und fördern zu können. Und auch, um ihr tagsüber ein Familienleben bieten zu können. Ich bin jahrelang von der Opel-Personalabteilung gemobbt worden, weil ich alleinerziehende Mutter bin und eine gesellschaftskritische und politische Meinung vertrete.