Bundeswehr im Fadenkreuz: Abrichtung zum Angriffskrieg

Während 63 Prozent der Bundesbürger, so viele wie nie zuvor, den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ablehnen, beschloss der deutsche Bundestag am 21. Januar dessen Verlängerung. Die Ausrichtung auf solche Einsätze und den dazu erforderlichen Umbau zur Berufs- und Freiwilligenarmee verschärft die Widersprüche in- und außerhalb der Armee. Das ist der Hintergrund dafür, warum immer mehr skandalöse Informationen über die Verrohung von Soldaten, über brutalen Drill und abstoßende Rituale, über die Dekadenz von Offizieren oder die Erniedrigung von Frauen ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Soldaten brechen ihr Schweigen, Mütter bzw. Eltern von getöteten oder verunglückten Armeeangehörigen verlangen Aufklärung über das Schicksal ihrer Kinder.