Die Bombardierung Dresdens 1945

Der Gedenktag an den Angriff auf Dresden durch britische und amerikanische Bomberstaffeln am 13. und 14. Februar 1945 wurde mehr und mehr zu einem brisanten Datum. Neofaschisten aus ganz Deutschland und Europa versuchen seit Jahren, die Bombardierung der Stadt für ihre Zwecke zu instrumentalisieren und an diesem Tag in Dresden zu demonstrieren – in zunehmender Stärke stellten sich ihnen Antifaschisten entgegen. Im vergangenen Jahr gelang es diesen erstmals, den Aufmarsch der Neonazis zu verhindern (siehe RF 7/2010, S. 20–21: „Breite antifaschistische Aktionseinheit verhindert in Dresden Aufmarsch der Neofaschisten“).
Bei den Herrschenden erregte dieser Erfolg Besorgnis, geht es ihnen doch darum, eine neofaschistische Kraft am Leben zu erhalten und zu stärken, um sie in Situationen, wie wir sie jetzt in Tunesien oder Ägypten sehen, gegen die kämpfenden Massen einsetzen zu können. Der breite antifaschistische Widerstand wird deshalb zunehmend kriminalisiert und pünktlich zum diesjährigen Gedenktag stellte das Dresdner Verwaltungsgericht am 20. Januar fest, die Polizisten hätten 2010 „rechtswidrig“ gehandelt, „weil sie es unterließen, durch ‚Einsatz geeigneter polizeilicher Mittel‘ den Aufzug der 6.000 Neonazis zu gewährleisten“ („FAZ“, 21. Januar 2011,S. 4). Ein solches Urteil entlarvt mit einem Schlag die Heuchelei, die offiziell geübt wird, wenn es heißt, der Staat trete gegen die NPD und andere Neofaschisten ein! Warum ist aber gerade die Bombardierung Dresdens ein so wichtiges Thema, dass ein bürgerliches Gericht sich eine solche Blöße gibt?