Proteste gegen AKWs in Japan wachsen

Am 31. März kam es in Tokio zu einer „Demonstration des Zorns“ vor der Zentrale von Tepco, bei der die sofortige Stilllegung aller Atomkraftwerke gefordert und die japanische Regierung und Tepco wegen ihrer verbrecherischen Politik angeklagt und ihr sofortiger Rücktritt gefordert wurden. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit dem Staatsapparat, bei denen drei Teilnehmer festgenommen wurden.
Bereits am 27. März fanden in verschiedenen Städte Demonstrationen und Kundgebungen statt, so in Nagoya gegen den Energiekonzern „Chubu Electric Power Company“, der in Hamaoka eines der größten Atomkraftwerke Asiens betreibt. Bei der Demonstration in Ginza, einem Stadtbezirk von Tokio, wurde auch die Desinformationspolitik der japanischen Regierung attackiert. So hieß es unter anderem: „,Energieknappheit‘ ist eine große Lüge!“ „Wir können Atomkraftwerke nirgendwo auf dem Planeten Erde akzeptieren!“
In einem Gespräch mit Keishi Tanaka von der Gewerkschaft ALUI (Allied Labour Unions of Independence) am 1. April bedankte sich dieser für das ins Japanische übersetzte Flugblatt der MLPD und die darin enthaltenen Informationen, auch zur Notwendigkeit unverzüglicher Sofortmaßnahmen zum Schutz der japanischen Bevölkerung, die für ihre Arbeit sehr wichtig sind und die auch in ihre Beratungen eingehen werden.