Ein Leben für die Wissenschaft

Zum 100. Geburtstag des Biologen Jakob Segal

Am 17. April 1911 wurde Jakob Segal in Sankt Petersburg in Russland als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Kindheit und Jugendjahre wurden wesentlich durch zwei Weltkriege und die sozialistische Oktoberrevolution in Russland 1917 geprägt. Früh zog die Familie um nach Königsberg in Preußen, wo er das Gymnasium mit Abitur beendete. Er hatte großes Interesse an der Natur und begann ein Studium der Biologie in Berlin und später in München. Jakob Segal war von kleiner und schmächtiger Statur, er lernte bald, sich gegen Hänseleien und die zunehmend antisemitischen Anfeindungen zur Wehr zu setzen. Nicht selten kam er mit Blessuren nach Hause, die er sich durch Prügeleien zugezogen hatte. Die Idee von einer sozialistischen Gesellschaft ohne Ausbeutung von Mensch und Natur übte große Anziehung auf ihn aus  und so wurde er 1932 als Student Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und in der Folge mehrfach wegen „kommunistischer Umtriebe an der Universität“ exmatrikuliert.