Einjährige Kampagne zum Aufbau einer weltweiten Widerstandsfront

2010 waren weltweit 56 Atomkraftwerke im Bau, 154 in der Planung und weitere 344 im Gespräch. Das herrschende internationale Finanzkapital denkt auch nach Fukushima nicht im Traum daran, von diesen Plänen abzurücken, nicht einmal in Japan. Dabei ist eine weltweite Energieversorgung nach einer Studie der Stanford-Universität mit 100 Prozent erneuerbaren Energien bis 2030 realistisch zu verwirklichen.
(…) Auch wenn es in Deutschland bereits eine relativ große Anti-AKW-Bewegung gibt, reicht das nicht aus. Selbst die Stilllegung aller deutschen Atomkraftwerke würde angesichts von 439 weltweit noch in Betrieb befindlichen AKWs nur einen geringen Prozentsatz von etwa 4 Prozent ausmachen. So wie die Folgen eines Super-GAU nicht vor Ländergrenzen Halt machen, muss deshalb auch der Widerstand für ihre Stilllegung Grenzen überschreiten und weltweite Dimension annehmen.