Reutlinger Schulrektorin ruft die Polizei bei Werbung für das Pfingstjugendtreffen

 

Folgendes war passiert: Einige Teilnehmer des Pfingstjugendtreffens, deren Mannschaft schon seit Wochen für die Spiele ohne Grenzen auf einem öffentlichen Sportplatz trainiert, machten einen Bekanntmachungseinsatz vor der Grund- und Hauptschule im Wohngebiet. Sie verteilten Flyer vor der Schule und fragten Schüler, die Interesse hatten mitzufahren, nach ihren Adressen, um sich mit deren Eltern in Verbindung setzen zu können.

Eine Lehrerin kam aus dem Schulgebäude, schickte die umstehenden Kinder nach Hause und wollte selbst keinen Flyer zur Information mitnehmen. Kurz darauf kam, alarmiert von dieser Lehrerin, die Rektorin der Schule, erklärte ihr Missfallen der ganzen Aktion und ließ sich auch durch eine sachliche Diskussion nicht überzeugen. Da nun keine Schüler mehr kamen, gingen sie weg, kamen aber nach einiger Zeit zurück, wo sie den Schulschluss der älteren Schüler vermuteten. Da kam die inzwischen von der Rektorin alarmierte Polizei. Sie erklärte, dass es nicht erlaubt sei, Kinder nach ihren Adressen zu fragen. Sie kassierten die Adressliste und nahmen die Personalien der Anwesenden auf. Die Pfingstjugendtreffen-Teilnehmer protestierten gegen diese Schikane.

Zu vermuten ist, dass es der Rektorin nicht nur darum ging, junge Kinder mit sieben Jahren aufwärts davor zu bewahren, ihre Adressen an jemanden weiterzugeben, sondern dass sie damit auch eine antikommunistische Haltung zum Ausdruck brachte. Denn sie war vor einiger Zeit von zwei der Anwesenden gefragt worden, ob sie einen Schulraum für die regelmäßigen ROTFUCHS-Treffen zur Verfügung stellen könnte. Nach Rücksprache mit dem städtischen Leiter des Amtes für Schulen, Jugend und Sport hatte sie dies verneint. (ffz)