Opel, VW … Auto-Belegschaften vor großen Umwälzungen

Am Mittwoch letzter Woche unterschrieb die Bochumer Werksleitung die Vereinbarung der „Einigungsstelle“. Damit werden entgegen der in Deutschland noch vorwiegenden Krisendämpfungspolitik, mit der unter anderem offene Massenentlassungen vermieden werden sollten, in der Automobilindustrie erstmals wieder direkte betriebsbedingte Kündigungen geplant. Hintergrund sind unter anderem erhebliche Umwälzungen und der verschärfte Konkurrenzkampf in der gesamten Automobilbranche. International wird eine neue Welle der Umstrukturierung, der Übernahmen, Fusionen und Werksschließungen vorbereitet. Das betrifft früher oder später alle Auto-Belegschaften. Seit Jahren wird den Opel-Arbeitern der Verzicht auf Lohnbestandteile wie das Weihnachtsgeld abgepresst und die Ausbeutung drastisch gesteigert. Das war immer mit Versprechungen verbunden, dass es dann zu keinen betriebsbedingten Kündigungen käme. Jetzt wird die Belegschaft in Bochum offen erpresst, dass 600 Kolleginnen und Kollegen gekündigt werden, wenn sie nicht „freiwillig“ gehen. Der Weg der Betriebsratsspitze, die Erpressungsmanöver als angeblich „alternativloses“ kleineres Übel mitzutragen, ist damit gescheitert.