Verdächtig: Jeder Handynutzer

Während am 19. 2. 2011 die Demonstration gegen den Faschistenaufmarsch in Dresden lief, lief auch die Spitzelei auf Hochtouren: Unter dem Vorwand von Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs wurden über 138.000 Datensätze von weit über zehntausend Handy-Nutzern in der Dresdener Südvorstadt über die Mobilfunk-Betreiber erhoben und bis heute gespeichert. Und jeder, der am Nachmittag des 19. 2. dort sein Handy genutzt hat, ist im Computer der sächsischen Polizei gelandet – vom Anwohner über Demonstranten bis hin zu Ärzten, Rechtsanwälten usw.