Hungersnot in Ostafrika – systembedingte Katastrophe

In Ostafrika (Äthiopien, Eritrea, Somalia, Kenia, Sudan) sind zehn bis zwölf Millionen Menschen von einer der verheerendsten Hungers­nöte seit Jahrzehnten betroffen. Nachdem zweimal die Regenzeiten ausgefallen sind, sind die Früchte auf den Feldern vertrocknet und das Vieh verhungert oder verdurstet. Zehntausende Menschen sind ebenfalls schon verhungert.

Weitere Zehntausende müssen fliehen. Sie ziehen tagelang zu Fuß durch ausgetrocknete Landschaften, um in überfüllten Flüchtlingslagern der Vereinten Nationen Rettung zu finden. Die drei Flüchtlingslager in Dadaab im Osten Kenias, ursprünglich für 90.000 Menschen gedacht, sind unterdessen mit fast 400.000 Menschen völlig überfüllt. Und täglich kommen Tausende neue erschöpfte Flüchtlinge. Viele Alte, Kranke und Kinder sterben schon unterwegs. Viele Kinder sind so unterernährt, dass auch Infusionen sie nicht mehr retten können.