US-Schuldenkompromiss: Zahlungsunfähigkeit nur vertagt

Nach einem wochenlangen ­Pokerspiel um die beste Ausgangsposition für den Präsidentschaftswahlkampf im kommenden Jahr haben sich US-Präsident Barack Obama und seine Demokratische Partei mit den parlamentarischen Oppositionsführern der Republikanischen Partei auf einen Kompromiss im Schuldenstreit geeinigt.
Die Schuldenobergrenze wird demnach von jetzt 14,3 Billionen US-Dollar in zwei Schritten auf bis zu 16,7 Billionen US-Dollar angehoben. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl sind das über 50.000 Dollar pro Kopf. Gleichzeitig soll das Haushaltsdefizit durch Ausgabenkürzungen und Steuer­erhöhungen sinken, im Volumen von insgesamt 2,4 Billionen US-Dollar über einen Zeit­raum von zehn Jahren.