Sozialistischer Wohnungsbau – mehr als nur „Recht auf Wohnen“

Stuttgart (Korrespondenz): Wenn vom sozialistischen Wohnungsbau in den bürgerlichen Medien die Rede ist, dann werden die  Bilder von tristen heruntergekommenen  „Plattenbauten“ beschworen, mit denen in den 1970er- und 80er-Jahren nicht nur in der ehemaligen DDR Wohnraum geschaffen wurde, während gleichzeitig die Innenstädte verfielen. Nur, dass diese Art von Unterbringung von Arbeiterfamilien nichts mit sozialistischem Wohnungsbau zu tun hatte. 

Die Plattenbauten hatten durchaus einen fortschrittlichen Ansatz. Denn damit wurde durch die Entwicklung von Bausystemen eine Industrialisierung des Wohnungsbaus eingeleitet in einer Situation, in der durch die Zerstörung des II. Weltkriegs großer Bedarf an Wohnungen in den Anfangsjahren der DDR war.