Berlin-Wahl: Niederlage für Bundesregierung, Abwahl der SPD/Linkspartei-Regierung und neue Entwicklungen im Linkstrend

Zwei erste Meldungen ließen am 18. September kurz nach 18 Uhr aufhorchen: Die FDP erlebt ihr größtes Debakel nach einer vorangegangenen Serie von bereits vier Rauswürfen aus Landesparlamenten und die Partei „Die Piraten“ zieht erstmals in ein Landesparlament in Deutschland ein.
Der Absturz der FDP mit 1,8 Prozent gegenüber 7,6 Prozent bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2006 kennzeichnet die Niederlage der gelb- schwarzen Bundesregierung. Dies konnte auch das Wahlergebnis der CDU nicht abfangen. Damit verlor die FDP fast drei Viertel ihrer Stimmen bzw. 77.668 (von 104.584 auf 26.916). Gegenüber der Bundestagswahl 2009 verlor sie sogar 86,4 Prozent der Stimmen. Damit ist das Konzept von FDP-Chef Philipp Rösler grandios gescheitert, mit einem „Anti-EU-Kurs“ demagogisch auf Stimmenfang zu gehen. Die FDP schlittert in eine regelrechte Existenzkrise.