„Wenn der Wulff uns lobt, müssen wir was falsch gemacht haben!“

Ein Punktsieg gegen die Klassenzusammenarbeitspolitik auf dem IG-Metall-Gewerkschaftstag

Auf dem 22. Gewerkschaftstag der IG Metall belebt sich die Debatte darum, ob die Gewerkschaft sich als starke Kampforganisation im Interesse ihrer Mitglieder positioniert oder die Rolle als Ordnungsfaktor im Krisenmanagement der Herrschenden ausüben soll.
Am Dienstag, 11. Oktober, hat die Richtung für die Kampforganisation einen bedeutenden Punktsieg errungen. In der Abstimmung über die Satzungsänderung für eine Verkleinerung des künftigen Vorstands von sieben auf fünf geschäftsführende Mitglieder hatte der 1. Vorsitzende Berthold Huber eine Schlappe erlitten und die erforderliche Zweidrittelmehrheit verfehlt. Dieses Ergebnis ist Ausdruck eines wachsenden Selbstbewusstseins derjenigen, für die die Gewerkschaft nicht nur Anhängsel des Vorstands, sondern eine kämpferische Kraft darstellen soll. Konsterniert ließ er den Gewerkschaftstag für zwei Stunden unterbrechen.