Ungarn, vor 55 Jahren: Konterrevolutionärer Putsch als Höhepunkt im Kalten Krieg

Die aktuelle Entwicklung in Ungarn scheint dem internationalen Linkstrend entgegengesetzt zu sein: Mit einer Zweidrittelmehrheit regiert die ultranationalistische Fidesz-Partei mit Ministerpräsident Viktor Orbán, der einen „neuen Konservatismus“ propagiert. Faschistische Kräfte („Jobbik“) marschieren auf offener Straße und terrorisieren jeden, der gegen ihre frömmlerischen Großungarn-Vorstellungen die Stimme erhebt. Arbeitslose und sozial Deklassierte, vor allem die Minderheit der Roma, werden diffamiert und verfolgt. Mit ungeheurer Demagogie wird es ausgenutzt, dass in Ungarn die revolutionäre Arbeiterbewegung schwach ist und es bisher nicht vermochte, aus der Vergangenheit klare Lehren zu ziehen.