Bambiverleihung für Bushido ist „nicht korrekt“

Proteste gegen Bambi-Verleihung an Bushido

Am Freitag, 11. November, konnte dem Fernsehzuschauer das Lachen im Halse stecken bleiben. Da bekam nämlich ausgerechnet Bushido den Bambi-Preis als Musterbeispiel für „Integration“ mit der aberwitzigen Begründung des Burda-Verlages, der den Medienpreis jährlich vergibt: „Bushido setzt sich ein gegen Gewalt und für ein respektvolles Miteinander in einer multikulturellen Gesellschaft.“
Dagegen hatte es bereits im Vorfeld zahlreiche Proteste gegeben. Der Rapper ist bekannt für seine sexistischen, frauenverachtenden Texte, die bis zur Propagierung von Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle gehen. Originalton: „Du willst Respekt, halt den Mund und hör zu! / Dein Silikon gehört mir und meiner Crew / Ich entscheide, wann du Homo stirbst.“
Schlimm, dass viele der anwesenden Prominenten offensichtlich keine Probleme mit diesen Texten haben. So hielt Peter Maffay die Laudatio für Bushido und der Rapper erhielt während der Verleihung Beifall aus dem Publikum, das sich vor allem aus Vertretern des bürgerlichen Kulturbetriebs zusammensetzte.

E-Mail-Adresse für Proteste: julia.korn@burda.com