Traurige Resultate der kleinbürgerlichen Denkweise

Zum Tod der Stalin-Tochter Swetlana Allilujewa

Am 28. November starb im Alter von 85 Jahren Swetlana Allilujewa, die einzige Tochter Stalins, in einem Altersheim in Wisconsin (USA). Lana Peters – sie hatte den Namen ihres letzten Ehemannes auch nach der Scheidung beibehalten – war Ende der 1960er Jahre zum Spielball der antikommunistischen Propaganda geworden, geriet mittlerweile jedoch weitgehend in Vergessenheit. (…)

Sie hat den Marxismus-Leninismus nie begriffen
In der Sowjetunion hatte Swetlana Geschichte und Literatur studiert. Sie war Mitglied der Kommunistischen Partei. Doch sie erfasste weder die Lebenswirklichkeit der Sowjetunion noch die marxistisch-leninistische Theorie. Sie war nie offen mit ihrem Vater politisch aneinandergeraten. Im Gegensatz zu ihrem Bruder Wassilij trat sie den ungeheuerlichen Angriffen, die Chruschtschow 1956 gegen Stalin führte, nicht entgegen. Dass Chruschtschow den Marxismus-Leninismus revidierte und die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion einleitete, erfasste sie nicht. Im Gegenteil, ihre kleinbürgerliche Denkweise führte zum offenen Verrat am Sozialismus.