Syrien: Salameh Kaileh nach fast drei Wochen Haft und Folter freigelassen

Am 23. April 2012 wurde der 57-jährige Salameh Kaileh in Syrien verhaftet. Er ist ein bekannter palästinensischer Schriftsteller und Revolutionär, der in Syrien lebt. In der „Roten Fahne“ 32/2011 erschien ein längeres Interview mit ihm zur Entwicklung in Syrien.
Über seine Festnahme wurde seitens der MLPD öffentlich informiert und ein Protestschreiben an die syrische Botschaft geschickt, in dem es unter anderem hieß:
„Wir haben Herrn Salameh Kaileh, der unter anderem der ,Roten Fahne‘, der Wochenzeitung der MLPD, im August 2011 ein Interview gab, als mutigen Kämpfer gegen Ausbeutung und Unterdrückung kennen und achten gelernt (…)
Zum Schutze seiner Unversehrtheit fordern wir von der syrischen Regierung die sofortige bedingungslose Freilassung und Unterlassung jeglicher Repressionen gegen ihn.
Wir werden die Forderung nach seiner Freilassung national und international breit bekannt machen. Die sensibilisierte internationale Öffentlichkeit wird zweifellos den weiteren Umgang mit Herrn Kaileh sorgsam beobachten.“
Er wurde letzte Woche freigelassen, ohne Zweifel auch eine Reaktion auf die internationalen Proteste und Solidarität von revolutionären Kräften bis hin zu Menschenrechtsorganisationen wie amnesty international.
In einem Artikel von „Al Arabiya“ vom 17. Mai heißt es:
„Die syrischen Behörden brachten den palästinensischen Schriftsteller Salameh Kaileh diese Woche nach Jordan nach drei Wochen Inhaftierung und unbarmherziger Folter und Beschimpfungen wegen seiner gegen das Regime gerichteten Schriften, berichtete der prominente Schriftsteller letzten Mittwoch ,Al Arabiya‘ … ,Sie vernahmen mich in einer harten Art über Flugblätter, die sie in meinem Haus gefunden hatten, die mit al-Yasari (die Linken) überschrieben waren. Ich hatte damit nichts zu tun. Sie brachten mich dann zu einem Büro der Sicherheitskräfte. Zuerst wusste ich nicht, wo ich genau war. Aber später erfuhr ich durch andere Gefangene, dass ich in einem Haus des Luftwaffengeheimdienstes war. Die Sicherheitskräfte verhörten mich. Die Hauptfrage war, ob ich die Flugblätter gedruckt hätte … Als ich erklärte, dass ich nichts mit den Flugblättern zu tun habe, wurde ich so stark geschlagen und getreten, dass meine Beine hätten brechen können …‘
Kaleh berichtete weiter: ,Was ich erlebt habe, war nur ein Bruchteil dessen, was andere Gefangene mitgemacht haben, mit denen ich zusammen im Gefängnis war. Sie wurden bestialisch gefoltert.‘ …“