14.11. – Tag des europäischen Generalstreiks

Erstmals in der Geschichte Europas seit dem 2. Weltkrieg wird für den 14. 11. ein länderübergreifender Generalstreik vorbereitet. Die Initiative dazu kam von portugiesischen Gewerkschaftern. Das ist etwas Neues und Ergebnis eines langen Verarbeitungsprozesses.
Die Arbeiter in Deutschland mussten unter anderem mit der Hetze von den angeblich „faulen Griechen“ die „über ihre Verhältnisse gelebt“ hätten, fertig werden. Aber auch in Griechenland mussten die Massen lernen, dass nicht „die Deutschen“ die Ursache ihrer Probleme sind, sondern die Politik, die Merkel in der EU zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) durchsetzt und die allein den Interessen des internationalen Finanzkapitals dient. In dem Maße, wie sich diese Erkenntnis durchsetzte, richtete sich der Protest in Südeuropa mit Parolen wie „Troika, IWF, EZB: Raus hier!“ mehr und mehr gegen das allein herrschende internationale Finanzkapital.
Mittlerweile sind diese Massenproteste längst keine südeuropäische Angelegenheit mehr – in zahlreichen ost- und westeuropäischen Ländern entwickeln sich Massenproteste. Am 20. 10. demonstrierten in London Hunderttausend gegen die Kürzungspläne der Regierung Cameron.
Bewegungen wie „Occupy“ oder „empört Euch“ wurden von den Medien hochgespielt, um damit den Eindruck zu erwecken, spontane Proteste reichten aus, man müsse sich nicht organisiert gegen die Abwälzung der Krisenlasten zur Wehr setzen. Und vor allem: die Zähmung der Banken und andere illusionäre Konzepte könnten den Kapitalismus reformieren.