1.900 feierten in der Dortmunder Westfalenhalle den 30. Geburtstag der MLPD

Als die 1.900 Besucher gegen 23 Uhr im voll besetzten Saal und auf der Bühne das Weltlied der Arbeiter, die „Internationale“, zum Abschluss des Programms sangen, ging eine denkwürdige Veranstaltung zu Ende. Sie spiegelte in jeder Hinsicht die 30-jährige Erfolgsgeschichte der MLPD wider. Um 18 Uhr hatte die Trommelgruppe des REBELL das Startsignal gegeben. Die Moderatoren Lena und Felix führten mit Charme und Witz durch das Programm. Ein Programm, das für jeden Geschmack etwas geboten hat. Mit Spannung wurde die Rede von Stefan Engel, dem Parteivorsitzenden, erwartet.

Die sehr tiefgehende, allseitige und lebendige Rede brachte einige Überraschungen: Sie wurde gemeinsam und abwechselnd von Stefan mit der stellvertretenden Vorsitzenden Monika Gärtner-Engel und den Zentralkomitee-Mitgliedern Reinhard Funk, Gabi Gärtner und Peter Weispfenning vorgetragen.
Unter großem Beifall berichtete Stefan Engel vom Stuttgarter Parteitag der MLPD, den er als den erfolgreichsten aller Parteitage bewertete. Der 9. Parteitag der MLPD war der erste seit der Gründung der ICOR. Er war vom internationalistischen Geist durchdrungen und gab eine zukunftsweisende Ausrichtung auf die Jugendarbeit als Motor und Massentaktik des Parteiaufbaus der MLPD.
Die Rede spannte den Bogen von der Gründung der MLPD am 20. Juni 1982 bis heute und zeigte die eindrucksvollen Fortschritte des Parteiaufbaus, die sich deutlich von der gegensätzlichen Entwicklung aller bürgerlichen und kleinbürgerlichen Parteien abhob. Anlässlich der Gründung hatte damals der Geheimdienst „Verfassungsschutz“ die MLPD als „Totgeburt“ prognostiziert. Heute zeigt sich die MLPD sehr lebendig und als aufstrebende Kraft. Dagegen ist der Kapitalismus seinem Untergang geweiht. „Der Kapitalismus ist an einem Punkt angelangt, an dem er insgesamt ersetzt werden muss. Durch eine neue Gesellschaft, in der die Ausbeutung und Unterdrückung sowie die Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur abgeschafft werden. Das kann nur der Sozialismus sein!“
Monika Gärtner-Engel führte anhand der dramatischen Eisschmelze in der Antarktis und Ausweitung des Ozonlochs sowie den verheerenden Verwüstungen durch den Wirbelsturm „Sandy“ aus, dass die kapitalistische Profitwirtschaft auf dem Niveau der Neuorganisation der internationalen Produktion mit einer grundlegenden Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur einhergeht. Die Umweltfrage ist zu einer Systemfrage geworden, was noch gravierend unterschätzt wird. Die Umweltbewegung muss sich verändern, um dieser neuen Anforderung gerecht zu werden.
Dazu wurde in der Rede der Vorschlag zur Schaffung einer starken Umweltgewerkschaft als ausgezeichnete Idee gewertet. Denn sie ist geeignet, eine starke überparteiliche kämpferische Widerstandsfront aufzubauen, in der die Industriearbeiter auch die entscheidende Stoßkraft bilden. Die Partei verpflichtet sich, in den nächsten vier Wochen bis zum Weltklimatag und ICOR-Kampftag zur Rettung der natürlichen Umwelt am 1. Dezember „zu powern“ und Zigtausende Unterschriften zum Manifest von ICOR und ILPS gegen jegliche Nutzung von Atomenergie zu sammeln. Dabei soll ein aktiver Beitrag geleistet werden, Unterstützer für die Umweltgewerkschaft zu gewinnen.