Als Arzt im Visier des „Verfassungsschutzes“

Der Albstädter Arzt Thomas Voelter erinnert sich …

Albstadt (Korrespondenz): Ein Artikel über die Verflechtung von Gesundheitswesen und Stasi in der angeblich sozialistischen, aber schon längst bürokratisch-kapitalistisch entarteten DDR im „Deutschen Ärzteblatt“ (Nr. 43/2012) rief Erinnerungen in mir wach. Allerdings aus der BRD West. Ich habe dazu auch einen Leserbrief ans „Ärzteblatt“ geschrieben.
1978 kamen Verfassungsschutzagenten in die Chefarztbesprechung des Kreiskrankenhauses Albstadt, wo ich als Assistenzarzt tätig war. Anhand von Bildmaterial und Spitzelberichten „brandmarkten“ sie mich und einen befreundeten OP-Pfleger als „gefährliche Linksextremisten“.