„Pegida“ in Auflösung – Sieg des antifaschistischen Widerstands

Die Krise in der Führung der sogenannten „Pegida“-Bewegung, mit den Austritten von fünf Mitgliedern ihres Führungsgremiums in der letzten Woche, hat sich zur Spaltung und Selbstzerfleischung gesteigert. So hat die kurzzeitige und mittlerweile zurückgetretene Sprecherin von „Pegida“, Kathrin Oertel, die Gründung eines neuen „Bündnisses“ mit dem ebenfalls demagogischen Namen „Direkte Demokratie für Europa“ bekannt gegeben. Das ist ein bedeutender Sieg des antifaschistischen Massen­widerstands. 

Am Montag, 2. Februar, zeigte sich die Zerlegung von „Pegida“ an der Unfähigkeit, selbst in ihrem Kerngebiet Dresden überhaupt noch eine Demo auf die Beine zu stellen. Wieder einmal überwogen die Massenaktionen von Antifaschisten und zahlreichen Gegnern aus der Bevölkerung, die gegen Faschismus, Rassismus, für Völkerfreundschaft und Schutz der Flüchtlinge auf die Straße gingen. In München bildeten 15.000 Gegendemonstranten  eine „Lichterkette für Toleranz“. Dagegen brachte das rassistische „Bagida“-Bündnis nur eine Demonstration von 350 Leuten, meist Neofaschisten, auf die Beine. Ihnen stellten sich 800 Antifaschisten mit den Rufen „Nazis raus“ direkt in den Weg.

Dieser Aufschwung des antifaschistischen Massenwiderstands ist der eigentliche Grund für die Auflösung der „Pegida“. Woche für Woche und in steigender Zahl haben Zehntausende ihre Abscheu vor Rassismus und Faschismus auf die Straße getragen, in der Regel betrug ihre Teilnehmerzahl das Zehnfache der Rassisten und ihrer Mitläufer.