Der Weißmeer-Ostsee-Kanal

Ein Beispiel für die Resozialisierung von Straftätern in der Sowjetunion 

Kassel (Korrespondenz): Eines der großen Projekte der sozialistischen Sowjetunion zu Zeiten Stalins, bei denen hauptsächlich verurteilte Straftäter beschäftigt waren, war der Weißmeer-Ostsee-Kanal (bis 1961 „Stalinkanal“). Er wurde zwischen November 1931 und Juni 1933 gebaut. Der Kanal, der heute noch in Betrieb ist, ist 226 Kilometer lang, hat neunzehn Schleusen und ist für Schiffe bis 5.000 BRT ausgelegt. Er verkürzt den Transportweg von der Ostsee zum Weißen Meer um 3.000 Seemeilen. Pläne, diese Kanalverbindung zu bauen, gehen zurück bis auf die Zeit Peters des Großen. Eine Verwirklichung der Pläne gelang auch dem zaristischen Russland nicht. Die Entscheidung für den Bau des Kanals wurde am 3. Juni 1930 vom sowjetischen Rat für Arbeit und Verteidigung gefasst.