Manuela Schwesig und das frauenpolitische Image der Großen Koalition

Zweifellos unterscheidet sich Manuela Schwesig (SPD), Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in der Großen Koalition, in vielem von ihrer Vorgängerin Kristina Schröder (CDU). Sie hat 2014 die von Schröder 2011 eingeführte antikommunistisch motivierte Extremismusklausel entschärft und mehr Gelder für den Kampf gegen „Rechtsextremismus“ angekündigt.
Dass sie selbstbewusst auftritt, sich nicht einfach durch abfällige Kommentare von CDU-Chauvis wie Kauder und Co. unterbuttern lässt, die Tradition der Jugendweihe verteidigt usw. stößt bei vielen auf Zustimmung und Sympathie. Die Probleme und Sorgen der Frauen scheinen mit Schwesig in der Bundesregierung in guten oder wenigstens in besseren Händen. Sie setzt sich für einzelne Verbesserungen für Frauen ein. Ihr Auftrag in der Großen Koalition ist aber vor allem, das frauen- und familienpolitische Image der Bundesregierung aufzupolieren.