100. Jahrestag des türkischen Völkermords am armenischen Volk

Der Völkermord an den Armeniern geschah während des I. Weltkriegs unter der Verantwortung des damaligen Osmanischen Reiches. Diesem ersten systematischen Völkermord des 20. Jahrhunderts fielen bei Massakern und Todesmärschen in den Jahren 1915 und 1916 bis zu 1,5 Millionen Menschen zum Opfer. Die türkische Regierung als offizielle Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reiches bestreitet dies bis heute. Die Leugnung des Völkermordes an den Armeniern bis zum heutigen Tag ist verknüpft mit der Unterdrückung der kurdischen Nation und anderer nationaler, religiöser Minderheiten wie Assyrer, Pontus-Griechen, Roma etc. Nach wie vor ist die armenische Gemeinschaft in Nordkurdistan/Türkei vielfältiger Verfolgung ausgesetzt. Hrant Dink, Kämpfer für Völkerversöhnung und armenischer Identität wurde 2007 eines ihrer Opfer.