„Pille danach“ endlich rezeptfrei

Woher kommt der vehemente Widerstand gegen die „Pille danach“?
München (Korrespondenz): Der Beschluss der Bundesregierung von diesem März, die „Pille danach“ aus der Rezeptpflicht zu nehmen, setzt einen vorläufigen Schlusspunkt unter eine unendliche Geschichte.
Die Auseinandersetzung zog sich seit 2003 hin. Schon vor zwölf Jahren empfahl der beratende Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht die Entlassung der „Pille danach“ aus der Rezeptpflicht. Die ganze Problematik erregte 2013 bundesweit Aufsehen in der Öffentlichkeit, nach dem zwei Kölner Kliniken unter katholischer Trägerschaft einer offensichtlich vergewaltigten Frau die Hilfe verweigerten. Sie taten dies mit dem Verweis auf die „ethischen Grundsätze“ des katholischen Trägers, der die geforderte Abgabe der „Pille danach“ untersagte.