Was hat es mit der „Freiwilligkeit“ von Prostitution auf sich?

Zum Artikel „Neues Prostitutionsgesetz zementiert die brutalste Form der Ausbeutung und Unterdrückung der Frau“ in „rf-news“ vom 14. 2. 2015 schrieb eine Leserin eine Kritik. Wir dokumentieren sie zusammen mit der Antwort in Auszügen, weil sie zu einer differenzierteren Position in dieser Frage beiträgt.

Hallo Genossen!
Es wäre sicher kein Schade, wenn ihr euch mal mit Leuten in Verbindung setzen würdet, die WIRKLICH Kenne haben, anstatt hier unreflektiert den Standpunkt der Bourgeoisie zu übernehmen.

Erstens einmal ist die Debatte um Sexarbeit ein Stellvertreterkrieg, der vom eigentlichen Skandal in Deutschland ablenken soll – und DER heißt immer noch: Lohndumping, Werksverträge und Hartz IV.

Zweitens gibt es Branchen, in denen mindestens genau so rüde mit den ArbeitnehmerInnen verfahren wird, wie in manchen Zweigen der Sexarbeit, nämlich Textilproduktion, fleischverarbeitende Industrie und Pflege – man kann sogar feststellen, dass die Pflege für manche kriminellen „Subunternehmer“ lukrativer ist als die Sexarbeit – da steckt noch mächtig Potenzial drin …