HSP-Belegschaft fährt nach Salzgitter – über 1.300 demonstrieren

Dortmund (Korrespondenz): Am 16. Juni fuhren 300 HSP-Kolleginnen und -Kollegen aus Dortmund zusammen mit Fami­lienangehörigen nach Salzgitter. Der Vorstand beriet an diesem Tag über die konkrete Stilllegung von HSP. In Salzgitter waren 1.300 Kolleginnen und Kollegen vor Ort, darunter Delegationen aus allen Salz­gitter-Standorten in ganz Deutschland. Auch von anderen Betrieben wie TKSM in Dortmund und VW in Salzgitter waren Delegationen anwesend. Es war eine sehr kämpferische Stimmung. „Wir sind alle HSP“ und „Gemeinsam wollen wir kämpfen“ wurde gerufen. Immer wenn jemand „Solidarität“ und „Keiner steht allein“ rief, bekam der- oder diejenige sehr viel Beifall.

Kolleginnen und Kollegen von HSP griffen in ihren Reden den Vorstand an. Sie hatten ein Transparent gemacht, auf dem stand: „Wir akzeptieren die Stilllegung nicht. Für uns und unsere Kinder!“ Darauf: ganz viele Unterschriften. Es wurde beim Demonstrationszug vorneweg getragen.

Der Tenor bei den IG-Metall-Leuten und Vorstandsmitgliedern war: Der Vorstand solle sich doch bitte an die Verträge halten und nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. Tatsächlich zeigt die aktuelle Entwicklung doch, dass der Weg des Co-Managements gescheitert ist und der Kampf organisiert werden muss, bis die Schließungspläne vom Tisch sind.