Erfolgsstory gegen Diskriminierung: Fußball WM der Frauen in Kanada

Mannheim (Korrespondenz): Drei der acht Neulinge dieser Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen haben den Sprung ins Achtelfinale geschafft. Sie haben damit auch bewiesen, dass die Erweiterung auf 24 Teams entgegen vieler Kritik richtig war. Leider ist nun auch der Debütant Kamerun, der sich als einziges afrikanisches Team für die K.O.-Runde qualifizieren konnte, gegen China mit 0:1 ausgeschieden. Wir werden die Tor- und Jubeltänze der Spielerinnen im weiteren Verlauf der WM vermissen. Im Viertelfinale am 26. Juni (22 Uhr, ZDF) wird Deutschland gegen Frankreich spielen, außerdem haben sich Kanada und China und überraschend Australien mit einem 1:0 gegen den Favoriten Brasilien qualifiziert.

Anders als 99 Prozent aller Medien schrieb die „Rote Fahne“ 2010 konsequent von der „Fußball WM der Männer“, dafür handelte sie sich die ein oder andere Kritik ein, ganz so, als ob die Männer die WM für sich gepachtet hätten. 

Aber ist der einzige Unterschied dieser Weltmeisterschaften, dass sich bei dem einen Turnier die 32 besten ­Teams der Männer und beim anderen die besten 24 Teams der Frauen messen?

Frauenfußball – das sind nicht einfach nur Fußball spielende Frauen
Frauenfußball, das ist oft auch Kampf gegen Ungerechtigkeit, gegen Diskriminierung, gegen die bürgerliche Familien­ordnung, gegen Sexismus und die Ketten der Moral und oft auch noch gegen Verbote. Frauen­fußball, das ist immer auch politisch.