70 Jahre UNO – Instrument der Imperialisten zur Durchsetzung ihrer Machtansprüche

Am 26. Juni 1945 wurde in San Francisco die UNO (United Nations Organisation) von 51 Staaten gegründet. Das ging auf die Konferenz von Jalta am 11. Februar 1945 zurück. US-Präsident Roosevelt, Premier Churchill vom Vereinigten Königreich und der Vorsitzende des Rats der Volkskommissare der UdSSR, Josef Stalin, vereinbarten dort, „eine allgemeine internationale Organisation zur Erhaltung von Frieden und Sicherheit“ einzurichten. Entsprechend heißt es in der Präambel der Charta der Vereinten Nationen: „Wir, die Völker der Vereinten Nationen, sind fest entschlossen, künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat.“

Aus einem ursprünglich fortschrittlichen internationalen Gremium, das auch auf der Ini­tiative der damals noch sozialistischen Sowjetunion basierte, wurde jedoch ein reaktionäres internationales Organ. Dies war bedingt durch die Wende zu einer aggressiv antikommunistischen US-Außenpolitik wenige Jahre nach Kriegsende und dann vor allem durch die Umwandlung der ehemaligen sozialistischen Sowjetunion in einen bürokratischen Kapitalismus nach 1956. Infolge stieg diese in den 1970er Jahren zu einer sozialimperialistischen Supermacht auf. Aus dieser fortschrittlichen Wurzel und Geschichte nimmt die UNO bis heute den Nimbus eines angeblich überparteili­chen Parlaments der Völker.