„Wir akzeptieren die Schließung nicht und nehmen das Feuer mit!“

Letzte Schicht bei Outokumpu Bochum:

Bochum (Korrespondenz): Das Stahlwerk Outokumpu (früher Thyssen Krupp Nirosta) wurde am 30. Juni geschlossen. Damit geht in Bochum eine Ära zu Ende, in der seit 1843 Stahl geschmolzen wurde. Bei vielen Kollegen vermischen sich Wehmut, Wut und auch Stolz.
Wehmut, dass der über dreijährige Kampf um den Erhalt des Stahlwerks die Schließung nicht verhindern konnte. Wut über die Lügen, leeren Versprechungen, Vertragsbrüche von ThyssenKrupp und Outokumpu. Wut auch über das Verhalten der örtlichen IG-Metall-Führung um Eva Kerkermeier, die alle Register zog, um einen unbefristeten selbständigen Streik zu verhindern und sich besonders mit antikommunistischem Mobbing gegen „die Roten“ von der MLPD und mit ihr zusammenarbeitenden Kollegen hervortat.