Der Ursprung des Menschen –

eine Geschichte der Vermischung verschiedener Menschenformen (1. Teil)

Um ihre Forderung nach rigoroser Unterdrückung und Abschiebung von Flüchtlingen zu rechtfertigen, verbreiten Rassisten und Faschisten längst widerlegte Behauptungen über die angebliche Minderwertigkeit von Menschen anderer kultureller Prägung gegenüber der „christlich-abendländischen“ Kultur.

Dabei bestätigen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass die Menschheitsgeschichte eine Geschichte der Migration ist. Auch die Urgeschichte des Menschen ist von der ständigen Vermischung gleichzeitig lebender Menschenformen als wesentlicher Faktor der Höherentwicklung der Evolution geprägt. Welche neuen Erkenntnisse es dazu gibt und welche antikommunistischen Fesseln die bürgerliche Wissenschaft hemmen – das ist das Thema dieses zweiteiligen Artikels.
1856 wurden im rheinischen Neandertal das Schädeldach und andere Knochen eines Urmenschen entdeckt, der später den Namen Neandertaler bekam („homo sapiens neanderthalensis“). Noch galt aber die biblische Lehre, dass Gott in sieben Tagen die Welt erschaffen habe. Der englische Bischof Ussher hatte 1658 ausgerechnet, dass die Welt und die Menschen im Jahr 4 004 vor Christus erschaffen worden seien (ähnlich abstruse Rechnungen stellen heute die ultra­reaktionären „Kreationisten“ auf).