Weltfrauenkonferenz in Kathmandu – die Bewegung der „Weltfrauen“ erstarkt

Vom 13. bis 18. März 2016 fand die zweite Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Kathmandu/Nepal statt

Schwierigkeiten und Probleme durch das schwere Erdbeben und die Blockade der indischen Regierung konnten die Weltfrauen nicht aufhalten. 2.000 Menschen, vorwiegend Frauen, nahmen an der Auftaktdemonstration durch die Straßen Kathmandus teil. 1.300 bis 1.600 beteiligten sich als ständige Teilnehmerinnen an den verschiedenen Aktivitäten der Konferenz. Hunderte weitere nahmen am Kultur- und Rahmenprogramm teil. 74 gewählte Delegierte aus 40 Ländern repräsentierten Frauen­organisationen mit zum Teil Hunderten, Tausenden und Zehntausenden Mitgliedsfrauen. Knapp 250 Frauen und Männer als freiwillige Helfer – darunter circa 40 deutsche Brigadistinnen und Brigadisten, hatten diese selbstfinanzierte und selbstorganisierte Konferenz schon Wochen vorher vorbereitet, bekannt gemacht und dafür Spenden gesammelt.

Was ist die Weltfrauenkonferenz?

Die Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen ist eine Organisationsform, die die länderübergreifende Koordinierung und Kooperation der weltweiten kämpferischen Frauenbewegung fördert. Vor zehn Jahren wurde dieser Gedanke auf dem Frauenpolitischen Ratschlag 2006 geboren, angeregt durch Monika Gärtner-Engel. 2011 fand in Caracas/Venezuela die erste Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen statt. Sie war nicht zuletzt eine Antwort auf die stillschweigende Be­erdigung von Weltfrauenkonferenzen durch die UNO seit deren letztem Treffen 1995 in Peking. Gleichzeitig machte sie sich frei vom Stil der UN-Konferenzen. Sie waren von offiziellen Regierungsdelegationen geprägt und hatten das Ziel, die Frauenbewegung an die Leine der UNO zu legen. Das parallele Forum der Nichtregierungs­organisationen (NGO) praktizierte hauptsächlich Lobbying für umkämpfte Formulierungen in den Resolutionen der Regierungen. Die klangen dann teils wunderbar – doch zehn Jahre später hatte sich die Lage der Masse der Frauen der Welt weiter verschlechtert.