„Nieder mit dem Lohnsystem!“

Diese berühmte Losung von Marx ist heute noch genauso aktuell wie vor 150 Jahren

„Statt des konservativen Mottos: ‚Ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk!‘, sollte sie (die Arbeiterklasse – die Redaktion) auf ihr Banner die revolutionäre Losung schreiben: ‚Nieder mit dem Lohnsystem!‘“

Bevor Karl Marx in seinem Vortrag „Lohn, Preis und Profit“ zu diesem Schluss kommt, räumt er mit einer weitverbreiteten Annahme auf. Nämlich der, dass der Kapitalist den Arbeiter für seine geleistete Arbeit bezahle, sei es nun nach Stunden- oder Akkordlohn. Marx deckt diese Lebenslüge auf, denn „was der Arbeiter verkauft, ist nicht direkt seine Arbeit, sondern seine Arbeitskraft …“ Doch diese menschliche Arbeitskraft ist eine ganz besondere Ware. Sie schafft mehr Werte, als sie zu ihrer eigenen Regeneration und Ausbildung benötigt.

Diesen Mehrwert eignen sich die Kapitalisten an. Sie geben dem Arbeiter nur so viel, dass er leben und seine Arbeitskraft erhalten und reproduzieren kann. So kommt es, dass Arbeiter in Monopolbetrieben, vor allem bei internationalen Übermonopolen, teils weniger als fünf Minuten pro Stunde für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten – und den größten Teil der Zeit für den Profit der Kapitalisten schuften. Die Arbeiter sind schlichtweg dazu gezwungen, weil sie eben nur ihre Arbeitskraft besitzen, während die Produktionsstätten, die Rohstoffe, die Maschinen, Transportmittel usw. den Monopolherren gehören.