Rote Fahne 09/2016

45 Prozent der Deutschen haben eine positive Meinung vom Sozialismus

Eine im Februar 2016 in drei Ländern durchgeführte Umfrage der Meinungsforscher von YouGov1 zeigt: der Sozialismus in Deutschland hat einen besseren Ruf als der Kapitalismus

45 Prozent der Deutschen haben eine positive Meinung vom Sozialismus
Die Stärkung von MLPD und REBELL und das wachsende Ansehen des Sozialismus bedingen sich

Rund 45 Prozent der Befragten haben eine positive Meinung vom Sozialismus, nur 26 Prozent eine negative. Dagegen finden 47 Prozent den Kapitalismus schlecht und nur 26 Prozent gut.²

Dieses Ansehen des Sozialismus beruht keineswegs in erster Linie auf „DDR-Nostalgie“, wie oft behauptet wird. Es ist vielmehr in Ost und West und in allen Altersgruppen relativ gleich ausgeprägt. Damit bestätigt die Umfrage: die antikommunistische Propaganda von der angeblichen „Alternativlosigkeit“ des Kapitalismus verliert an Wirkung.


Bemerkenswert ist, dass gerade in Deutschland, einer Hochburg des modernen Antikommunismus, der Sozialismus im Ländervergleich mit Großbritannien und den USA am höchsten im Kurs steht. In Großbritannien liegt der Prozentsatz derjenigen, die eine positive Meinung vom Sozialismus haben, bei 36 Prozent. In den USA bei nur 29 Prozent. Vor allem unter jungen Menschen wächst aber auch in diesen Ländern das Ansehen des Sozialismus.


Die stärkere Anziehungskraft des Sozialismus in Deutschland ist nicht zu trennen von der jahrzehntelangen systematischen Kleinarbeit der MLPD und ihrer wachsenden gesellschaftlichen Rolle. Sie attackiert den modernen Antikommunismus und hilft den Menschen, damit fertigzuwerden. Sie machte viele Wahlkämpfe, wie die zu Bundestagswahlen in den letzten Jahrzehnten, zur Offensiven für den echten Sozialismus – gegen den modernen Antikommunismus.

 

Auch mit dem ICOR-Solidaritätspakt, ihrer proletarischen Flüchtlingspolitik, ihrem Beitrag zur Strategiedebatte im Umweltkampf, ihrer wegweisenden theoretischen Arbeit oder ihrer Rolle im Kampf der Opelaner sowie der Bergarbeiter hat sie große
Schritte nach vorn gemacht, dem Sozialismus zu neuem Ansehen zu verhelfen. Das hat Wirkung – weit über das unmittelbare Umfeld der Partei hinaus.


Gleichzeitig verbergen sich hinter den Zahlen große Unterschiede, was die Befragten unter Sozialismus verstehen und wie sie seine Realisierbarkeit einschätzen. Um den Kapitalismus zu beseitigen und den Sozialismus zu erkämpfen, reicht eine „positive Meinung“ nicht. Das erfordert eine wissenschaftliche Überzeugtheit, die die Menschen nur erlangen können, wenn sie sich bewusst am Marxismus-Leninismus und an der MLPD orientieren und sich organisieren. Nicht zuletzt können und müssen noch viele, die bisher eine ablehnende oder unklare Haltung zum Sozialismus haben, von seiner Richtigkeit überzeugt werden.

 

Viele Gründe also, die Offensive für den echten Sozialismus weiterzuführen und zu verstärken. 2017, 100 Jahre nach der Oktoberrevolution, ist dazu eine hervorragende Gelegenheit.