„Antideutsche“ – Teil der antifaschistischen Bewegung?

Immer wieder gibt es Ärger mit ihnen. Ätzender Streit in Bündnissen, Verunglimpfung von Antifaschisten als „Antisemiten“ und Ähnliches. Ist es Zufall, wenn antideutsche Gruppen vor der gesellschaftlichen Polarisierung zurückweichen und stattdessen in der antifaschistischen Bewegung polarisieren und provozieren?

Ausgangspunkt der Argumentation der Antideutschen ist ihre Beurteilung des Völkermords an den europäischen Juden durch den Hitler-Faschismus. Die antideutsche Lesart des Holocaust treibt die Kollektivschuldthese auf perverse Weise auf die Spitze. In einem gemeinsamen Akt des deutschen Kapitals und der deutschen Arbeiterklasse – dem „klassenübergreifenden wie klassennegierenden Massenmord“ – habe sich das „Parodox der klassenlosen Gesellschaft“(1) verwirklicht. Bagatellisierung der Rolle des Kapitals, Leugnung des antifaschistischen Widerstands und seiner Opfer und Dämonisierung des kommunistischen Ziels der Arbeiterbewegung bilden hier eine Einheit. Auch wenn die persönliche Verantwortung des Einzelnen nicht heruntergespielt werden darf, ist es perfide und geht vollständig an der gesellschaftlichen Wirklichkeit vorbei, Hetzer, Verhetzte und Widerstandskämpfer in dieser Art gleichzusetzen.

Triebkraft dieser zersetzenden Weltanschauung ist der „antideutsche“ Antikommunismus, demzufolge „der immer zum Staatssozialismus tendierende Parteikommunismus … schon an die revolutionäre Repression denkt, wenn an Revolution noch keiner denkt.“

Quellen:

(1) Antideutsche Zitate aus dem „Antideutschen Katechismus“,
www.isf-freiburg.org