„Wir tragen die Fackel weiter ...“

Am 21. April ist unser Freund und Genosse Uli Schreyer nach langer, schwerer Krankheit kurz vor seinem 60. Geburtstag verstorben

Seine Familie und 170 Trauergäste – ehemalige Kolleginnen und Kollegen von Opel, Freunde und Genossen aus Bochum und anderen Ruhrgebietsstädten – nahmen bei einer ergreifenden Gedenkfeier am 25. Mai von ihm Abschied. Bewegend dankten Ulis Töchter ihrem Vater. Monika Gärtner-Engel würdigte in ihrer Rede diesen gerad­linigen und unbeugsamen Menschen, dessen Tod eine große Lücke reißt. Die Rote Fahne dokumentiert Auszüge:

„Uli war ein waschechtes Ruhrpott-Arbeiterkind. Sein Vater war Bergmann, seine Mutter fürsorgliche Hausfrau. Nach der Lehre ging er zu Opel. Dort lernte er später die Welt eines Großkonzerns wie GM kennen – Arbeitshetze, Schichtarbeit, insbesondere in der Dauernachtschicht.
Er lernte die fortgeschrittenste Produktion kennen, das große, aufeinander angewiesene Kollektiv der Arbeiter, die Liebe und Fähigkeit zu hochproduktiver, industriell organisierter Arbeit und die Begeisterung für entwickelte Technik. Er repräsentierte alle diese Eigenschaften der modernen Industriearbeiter.