So hält Opel es mit der Demokratie ...

Opel-Geschäftsleitung lässt Infostand der MLPD räumen – in einem offenen Brief protestiert Christoph Schweitzer von der Kreisleitung Bochum dagegen

Ultimativ forderte die Personalchefin Koslowski als Mitglied der Opel-Geschäftsleitung, den Infostand der MLPD vor der Opel-Belegschaftsversammlung am 17. 9. im Saalbau Witten zu verhindern. Die Verteiler haben sich diesem Diktat nicht gebeugt. Sie haben sich das Grundrecht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit nicht nehmen lassen. Der Verantwortliche für den Saalbau rief die Polizei.

Der Polizeihauptkommissar Gampe reagierte äußerst aggressiv: Er riss einem Verteiler die Rote Fahne Magazine aus der Hand. Ein anderer Verteiler wurde von ihm handgreiflich weggestoßen. Sämtliches Material wurde beschlagnahmt. Jetzt ermittelt die Polizei gegen die Verteiler wegen Hausfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Die Tatsachen sehen anders aus: Der Polizeieinsatz war ein Verstoß gegen die Grundrechte, und es gab eine Körperverletzung durch die Polizei. Die Opel-Geschäftsleitung wird aufgefordert, alle Versuche der Einschränkung demokratischer Rechte in Zukunft zu unterlassen. Wir fordern die sofortige Einstellung der Ermittlungen gegen die Verteiler und haben Strafanzeige gegen den rechtswidrigen Polizeieinsatz und wegen Körperverletzung gestellt.