„Keine Einzige mehr“ – weltweit Massendemonstrationen gegen Gewalt an Frauen

 

In Argentinien legten am 19. Oktober Zehntausende von Frauen in über 80 Städten eine Stunde die Arbeit nieder

... aus Protest gegen die Vergewaltigung und Ermordung der 16-jährigen Lucia Pérez. Ihr Motto: „Wenn unser Leben nicht zählt, dann arbeitet ohne uns.“ Die Bewegung griff auf weite Teile Lateinamerikas über. Der Kampf gegen Gewalt an Frauen ist zu einem Herzstück der weltweiten kämpferischen Frauenbewegung geworden! Sie rufen: „Keine Einzige mehr!“

Die Bewegung Keine Einzige mehr politisiert die internationale kämpferische Frauenbewegung – und gibt ihr eine zuvor ungekannte Breite. Steinigungen, Beschneidung, Vergewaltigung als Kriegswaffe, Kinderheirat, Pornographie, Zwangsprostitution, Stalking, Prügel, Bedrohung, Mord, (Internet-)Mobbing, sexistische Attacken … Gewaltkultur – in den unterdrückerischen Klassengesellschaften und allen Weltreligionen sind die unterschiedlichen Formen der Unterwerfung der und Gewalt an Frauen alltäglich. Und anscheinend: das Selbstverständlichste der Welt. Dagegen werden Frauen aller gesellschaftlichen Schichten und unterschiedlicher Weltanschauung aktiv! Die 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen erklärte im Frühjahr 2016 entschlossen: Wir wollen und werden eine Gesellschaft aufbauen, in der Frauen nicht mehr ausgebeutet, unterdrückt und diskriminiert werden. Das Frauenbewusstsein ist weltweit enorm gewachsen.