Trump und seine „linken“ Freunde

Kurz nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump erlebte die Welt einen der größten international koordinierten Massenproteste der Geschichte. Kaum zu glauben, dass ausgerechnet Vertreter der Linkspartei und der DKP1 „Hoffnungen“ in den Erzreaktionär im Weißen Haus setzen

Medienwirksam distanzierte sich der frühere Fraktionschef der Linkspartei, Gregor Gysi, noch am 30. November 2016 von der allzu offenen Parteinahme seiner Nachfolgerin Sahra Wagenknecht für Donald Trump im Bundestag. In Interviews äußert er allerlei „Sorgen“ über Trumps Politik und kritisiert dessen Natio­nalismus, sieht aber auch „positive Momente“. Insbesondere im Verhältnis zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Zwischen den beiden könnte die Chemie stimmen“, so Gysi am 27. Januar gegenüber dem Deutschlandfunk und erhofft sich, dass „sie dann doch einen Kompromiss finden in Bezug auf Syrien und vielleicht auch in Bezug auf die Ukraine“. Die Option, dass Trump „das Verhältnis zu Russland wieder ganz auf eine andere Ebene“ hebt, bringt Gysi fast zur Verzückung.