Bergarbeiter – starker Arm der weltweiten Arbeiterbewegung

Weltweit beleben sich die Kämpfe der Bergarbeiter gegen Zechenschließungen, Ruinierung der Gesundheit und Natur, für bessere Arbeitsbedingungen

Die Übernahme von Opel durch PSA fordert weltweit 200 000 Arbei­terinnen und Arbeiter im Kampf um ihre Arbeitsplätze heraus. Die Stahlarbeiter stehen weltweit vor der Aufgabe, sich im Kampf gegen die Neuordnung der Stahlindustrie nicht gegeneinander ausspielen zu lassen. All diese Kämpfe erfordern heute den länderübergreifenden Zusammenschluss der Arbeiterinnen und Arbeiter zur Koordinierung. Die 22 Millionen Bergarbeiter auf der Welt sind ein starker Arm des internationalen Indus­trieproletariats. Deshalb fand die 2. Internationale Bergarbeiterkonferenz (2. IMC) vom 2. bis 5. Februar in Ramagundam/Godavarikhani, Indien genau zum richtigen Zeitpunkt statt.

Große Herausforderungen

Nicht nur in Deutschland, auch in Spanien, Polen und vielen anderen Ländern gehen die internationalen Bergbaukonzerne dazu über, Untertagezechen zu schließen. Oft in Verbindung mit Plänen, die stillgelegten Bergwerke dann für das äußerst umweltschädliche, aber profitablere Gas-Fracking zu nutzen. In anderen Ländern Lateinamerikas oder in Australien wird stattdessen der ebenso umweltschädliche Tagebau ausgeweitet. Doch die Bergarbeiter finden sich damit nicht ab.
Mit der Umstellung der Antriebstechnologie von Verbrennungsmotoren auf die E-Mobilität wollen die Automonopole Hunderttausende Arbeitsplätze in der Auto- und Zulieferindustrie vernichten. Neue imperialistische Länder wie China oder Indien drängen auf den Weltmarkt. Das ist der Hintergrund für die Aggressivität des Konkurrenzkampfs – bis hin zu einer regelrechten Vernichtungsschlacht. Wie die VW-Krise zeigt, wird dieser Konkurrenzkampf rücksichtslos und mit kriminellen Methoden ausgetragen: auf dem Rücken der Beschäftigen, der Massen – und auf Kosten der Umwelt. Im Bergbau verschärfen die Bergbau- und Energiemonopole, gestützt auf ihre Regierungen, den Kampf um die endlichen Rohstoffe und Absatzmärkte – bis hin zum Krieg. Das fordert den Widerstand der Arbeiter und Massen heraus, im Kampf gegen die internationalen Monopole und ihre Regierungen. Wie solche Kämpfe im Bergbau erfolgreich geführt werden können, aber auch, welche Hindernisse und Probleme es dabei gibt – das wurde eindrücklich in den Länderberichten der Delegierten und der Diskussion auf der 2. Internationalen Bergarbeiterkonferenz sichtbar. In vielen Ländern kämpfen die Arbeiter für die Auszahlung ausstehender Löhne – wie in Russland, der Ukraine oder China. Kämpfe um bessere Arbeitsbedingungen, Arbeitssicherheit und um den Erhalt der Gesundheit spielen in allen Ländern eine große Rolle.