Gezielte Provokationen – demagogische Methode der AfD

Das 33-seitige Papier wird als „vertraulich“ bezeichnet und trägt den Titel „AfD-Manifest 2017“. Darin entwickelt der AfD-Bundesvorstand Grundlinien des Wahlkampfs, bezogen auf die Landtagswahlen in Saarland, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie die Bundestagswahlen

Das Dokument der AfD trägt das Datum 22. 12. 2016 und wurde am 23./24. Januar 2017 den Redaktionen der großen Tages­zeitungen zugespielt. Federführend formuliert hat es der Berliner Landesvorsitzende ­Georg Pazderski. Im dreiseitigen Anhang zu dem Manifest heißt es: „Januar 2017 – Die wesentlichen Elemente der Strategie sollten vor Beginn des ganzen innerparteilichen Kommunikationsprozesses der Presse vorgestellt oder einem ausgesuchten Medium mit dem Ziel der Veröffentlichung zugespielt werden.“ (S. 33)
Tatsächlich berichteten in der Folge die bürgerlichen Print-, Radio- und TV-Medien über das Manifest. Relativ zeitgleich war die AfD auch wegen der faschistoiden Hetzrede von Björn Höcke breit in den bürgerlichen Medien. Faktisch verwirklichte dieser mit der geforderten „180-Grad-Wende in der deutschen Erinnerungspolitik“ wie mit seiner Hetze gegen das Holocaust-Denkmal in Berlin die in dem Manifest genannte Methode des „kalkulierten Skandals“.